Bücher, Mond und Sterne

Du öffnest ein Buch - und Dir öffnet sich das Universum

Kategorie: Wochensterne (Seite 1 von 2)

*Wochensterne des Büchermondes* [#Februar]

Und schon wieder ist es der letzte Sonntag im Monat – der Februar ging viel zu schnell vorbei. Viel Lesezeit hatte ich dabei gefühlt auch nicht. Unter meinen gelesenen Büchern gab es dann auch nur ein einziges Highlight – Das Schicksal ist ein mieser Verrräter von John Green könnte es tatsächlich schaffen zu einem meiner Lieblingsherzensbücher zu werden. (Die Rezension folgt in den nächsten Tagen/Wochen.) Ansonten war da eher Schatten als Licht. Zu The Widow habe ich meine Rezension ja hier schon veröffentlicht – da war der Hype wohl zu groß, aber trotzdem war es ein lesbares Buch. Nur eben nicht so spannend wie erhofft.

Die anderen beiden gelesenen Thriller waren da leider auch nicht besser – eher noch enttäüschender. Aber lest selbst.

NebelspielNebelspiel by Sheila Bugler
My rating: 3 of 5 stars

Ein Kind wird entführt. Mitten in London. Und niemand hat etwas gesehen. Es gibt keine Verdächtigen, keine Anrufe, keine Spur – nur die Gewissheit, dass die Zeit für die 10-jährige Jodie Hudson langsam abläuft, denn ihr Fall ähnelt dem der kleinen Molly York, die drei Jahre zuvor auf ähnliche Weise entführt – und ermordet – wurde.

Detective Inspector Ellen Kelly wird auf den Fall angesetzt. Obwohl sie noch immer den Tod ihres Ehemannes nicht ganz verkraftet hat stürzt sie sich in den Fall – denn sie will auf jeden Fall verhindern, dass sich das Schicksal der kleinen Molly York wiederholt.

Solide. Nicht mehr und nicht weniger. Und das in allen Kategorien. Vom Stil her leicht und flüssig zu lesen, aber auch nicht überragend. Die Charaktere sind weder übermäßig sympathisch noch unsympathisch, bleiben so aber auch nicht lange im Gedächtnis haften. Die Story an sich hat man so oder gerigfügig anders auch schon mal gelesen und die Spannung – die ist eben ganz solide aufgebaut.

Es gibt mehrere Verdächtige, die sich ebenso verdächtig verhalten, es gibt den Ansatz einer Lovestory, eine Familienkrise, die Wendung zum Schluss hin – eben alles was in einen soliden Thriller hineingehört. All das macht es aber nur solide und leider nicht überragend.

Zudem hatte ich immer wieder das Gefühl, eine Vorgeschichte verpasst zu haben und nicht den ersten Band einer Reihe zu lesen – ist es aber, ich habe mehrmals gegoggelt. Zu oft wurde auf Ereignisse in der Vergangenheit verwiesen, die wichtig für Ellens Gegenwart und die Geschichte an sich sind.

Unterm Strich hat mich Nebelspiel nicht vom Hocker gerissen, aber auch nicht total enttäuscht. Mittelmaß eben. (Und ist das nicht die große Schwester von scheiße?)



Und draußen stirbt ein VogelUnd draußen stirbt ein Vogel by Sabine Thiesler
My rating: 3 of 5 stars

Rina Kramer hat alles, um glücklich zu sein. Erfolg als Schriftstellerin, Mann und Kind, ein Haus in der Toskana. Und dann hat sie da noch Manuel. Einen Stalker.

Manuel ist besessen von Rina Kramer. Er kennt alle ihre Bücher auswendig. Er reist ihr zu ihren Lesungen nach. Er findet sogar ihr Haus in der Toskana. Und nistet sich bei ihr ein, getarnt als einfacher Urlauber in ihrem Ferienhaus. Dabei hat er nur ein im Sinn – er will Rina Kramer vernichten, denn er lebt in der festen Überzeugung, dass sie sein Leben zerstört, seine Gedanken und Ideen gestohlen hat.

Er will ihr ganz nah sein – und Rina hat keine Ahnung, in was für einer Gefahr sie sich befindet.

Sabine Thiesler entführt uns – wie schon in mehreren Romanen zuvor – in die wunderschöne Toskana. Nur dass die bei Sabine Thiesler eben nicht ganz so schön ist. Eher ziemlich abgründig und gruselig. Und leider wird das nach dem vierten gelesenen Sabine Thiesler – Roman auch allmählich langweilig. Es sind immer dieselben halb verfallenen Häuser, die schönen Villen auf dem Hügel, die urigen kleinen Dörfer, in denen das Grauen hinter verschlossenen Türen lauert.

In diesem Fall kommt das Grauen zwar von außen in Gestalt des Stalkers Manuel, doch auch hierin ist wenig Neues enthalten. Die Episoden, in denen Manuel Rina nachstellt, sind zwar handwerklich gut gemacht und spannend geschrieben, aber eben nicht wirklich innovativ. Einziger Lichtblick sind da die Szenen, die in Manuels Vergangenheit führen – und die Szenen um Pater Johannes und Rinas Sohn Fabian. (Meiner Meinung nach hätte man diesen Handlungsstrang noch ausbauen können. Auch wenn das mit dem pädophilen Priester/Priester unter Pädophilie-Verdacht auch ziemlich abgelutscht ist.)

Besonders merkwürdig finde ich, dass mir im Nachhinein Manuel als Charakter sympathischer ist als Rina – was ich nicht genau erklären kann, aber ich glaube, es liegt daran, dass seine Person vielschichtiger und interessanter ist als Rina. (Nein, damit will ich in keinster Weise Stalking rechtfertigen. Stalking ist ein abscheuliches Verbrechen und muss hart bestraft werden. Aber das hier ist ein Roman und in einem Roman kann mir der Stalker auch mal sympathischer sein als das Stalking-Opfer.)

Unterm Strich fand ich Und draußen stirbt ein Vogel recht spannend, gut geschrieben und durchaus lesenswert. Ein typischer Thriller für Zwischendurch. Mit einem etwas untypischen Sympathieträger. (Ja, doch, der ist auch echt gruselig und hat gewaltig einen an der Klatsche mit seiner Ratte und seinem Wahn und allem – aber er bleibt im Gedächtnis. Wer war nochmal Rina Kramer?)


Und jetzt gehe ich noch eine Runde lesen und genieße den Sonntag, bevor morgen um 5:15 wieder der Wecker klingelt.

*Wochensterne des Büchermondes* [#Januar]

Alles neu im neuen Jahr. Ich habe mich dazu entschlossen, den Wochenrückblick durch einen Monatsrückblick zu ersetzen – so viel Spannendes gibt es einfach nicht zu erzählen jede Woche, es sei denn, ich würde hier mein Privatleben breit treten (Was ich aber nicht will, das ist immer noch ein Bücherblog). Außerdem ist die Chance einfach größer, dass ich es einmal im Monat schaffe, einen Rückblick auf die Reihe zu bekommen.

Ganz unspektakulär poste ich hier die Rezensionen, die es nicht als eigenständigen Post auf meinen Blog geschafft haben – ein Vorsatz fürs neue Jahr war es ja, mehr zu schreiben und zu rezensieren, wenn möglich jedes gelesene Buch (deshalb auch die Lese-Challenges, und weil ich Listen so toll finde). Die Rezensionen sind mal länger, mal kürzer, mal auch nur kurze Leseeindrücke – wenn mir tatsächlich nicht so viel eingefallen sein sollte.

Was ich sonst noch so gemacht habe? Gelesen. Was sonst?



AmokspielAmokspiel by Sebastian Fitzek
My rating: 4 of 5 stars

Ira Samin will sterben. Seit dem Selbstmord ihrer Tochter Sara, für den sie sich die Schuld gibt, hat die Polizeipsychologin jeglichen Lebensmut verloren. Sie vegetiert nur noch vor sich hin, ist dem Alkohol verfallen und auch ihre jüngere Tochter Kitty hat den Kontakt zu ihr abgebrochen. Doch sie kommt nicht dazu, sich das Leben zu nehmen. Sie wird gebraucht.

In einem Berliner Radiosender hat ein Psychopath Besucher des Senders und den Moderator als Geiseln genommen. Er will ein perfides Spiel spielen: Jede Stunde ruft er eine Nummer in Berlin an – und wenn der Angerufene die richtige Parole nennt, lässt er eine Geisel frei. Wenn nicht, stirbt die Geisel.

Seine Forderung: Er will seine Verlobte sehen. Aber die ist vor mehreren Monaten bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Kann Ira ihn von seinem Vorhaben abbringen, ihn zur Vernunft bringen? Wie redet man mit jemandem, der alles, was er liebt, verloren zu haben scheint? Und wie soll sie einen kühlen Kopf bewahren, wenn ihre Tochter Kitty eine der Personen im Radiosender ist?

Zunächst scheint Amokspiel ein Thriller wie einer von vielen zu sein. Wir haben eine Geiselnahme und einen Täter mit einer scheinbar unmöglichen Forderung. Ein Wahnsinniger, denke ich mir, einer der den Tod seiner Verlobten nicht akzeptieren will und jetzt durchdreht.

Dann haben wir da noch die völlig kaputte, durch einen Schicksalsschlag gebrochene Polizeipsychologin, die die Verhandlungen führen soll und zudem auch noch persönlich in die Geiselnahme involviert. Kaputt trifft auf kaputter. Hatten wir schon alles. Geht so aus wie immer.

Doch es kommt ganz anders. Nicht nur durch das „Spiel“ des Täters ergeben sich immer neue Wendungen im Verlauf, auch dadurch, dass Jan felsenfest davon überzeugt ist, dass Leoni noch lebt. Er scheint geradezu besessen davon zu sein, dass er Opfer einer Verschwörung geworden ist. Und die Hinweise verdichten sich, dass er recht hat. Nach und nach wird noch ein ganz anderes Spiel aufgedeckt.

Eben diese Wendungen machen Amokspiel zu einem spannenden Thriller, der doch nicht ganz so gewöhnlich ist, und der nebenbei noch so einige Fragen aufwirft. Ist Jan wirklich ein Psychopath, der kaltblütig Geiseln erschießt? Lebt Leoni tatsächlich noch – und wenn ja, wer steckt hinter ihrem Verschwinden. Bis zum Schluss bleiben diese Fragen ungeklärt – werden dann aber spektakulär aufgeklärt.

 


Die SchneelöwinDie Schneelöwin by Camilla Läckberg
My rating: 4 of 5 stars

Sie sieht nichts. Sie hört nichts. Sie kann nicht schreien. Sie ist eine wehrlose Puppe und sie läuft schwerverletzt auf der Landstraße. Sie kann dem Auto nicht ausweichen. Im Krankenhaus stirbt Victoria an ihren schweren Verletzungen. Monate zuvor war sie auf dem Heimweg vom Reitstall verschwunden. Entführt und ihrer Sinne beraubt. So wie zuvor vier weitere Mädchen, von denen jede Spur fehlt.

Was für ein kranker Mensch ist dazu in der Lage, unschuldige Mädchen derart zu verstümmeln? Patrik Hedström und seine Kollegen suchen unter Hochdruck nach dem Täter und den Mädchen.

Zur gleichen Zeit ist Patriks Frau, Erica Falck, mit einem viel älteren Fall beschäftigt, der 1975 in Fjällbacka Aufsehen erregte. Laila Kowalska erschlug damals ihren Ehemann Vladek, der die gemeinsame Tochter immer wieder im Keller festkettete. Für ihr Buch besucht Erica Laila immer wieder im Gefängnis, doch diese schweigt beharrlich zu den Geschehnissen von damals.

Doch Erica wäre nicht Erica, wenn sie sich nicht auch in Patriks Ermittlungen einmischen würde, und nach und nach bemerkend die beiden, dass Laila auf unheimliche Weise in Patriks Fall verwickelt zu sein scheint. Kennt sie etwa den Täter? Weiß sie, wo die Mädchen versteckt werden?

Die Schneelöwin ist der mittlerweile 9. Band der Reihe um Erica Falck und ihren Mann Patrik Hedström. Damit ist die Reihe mittlerweile recht etabliert, die Charaktere sind ausgebaut und ein fester Kreis aus Protagonisten hat sich gebildet. Dass diese eher wenig aufregende Leben haben, gehört zum Programm; Camilla Läckberg verzichtet auf Extravaganz und Drogenmissbrauch im Polizeirevier und schildert stattdessen den Alltag in einer Kleinstadt, inklusive Stress mit Kindern und Schwiegermüttern.

Vom Aufbau ist auch alles beim Alten geblieben. Kurze Kapitel, schnelle Szenen- und Perspektivwechsel mit Cliffhangern werden immer wieder von Rückblenden in
die Vergangenheit, erzählt aus Lailas Perspektive unterbrochen. Dadurch muss man zwar mit relativ vielen Personen zurechtkommen, hat aber nicht das Problem langatmig erzählter Kapitel.

Ein Manko dieser Erzählweise ist allerdings, dass die Handlung nur langsam Fahrt aufnimmt, der Anfang wirkte hier recht behäbig auf mich und richtige Spannung kam erst gegen Mitte des Romans auf. Dafür hat es Camilla Läckberg dann aber geschafft, mir dieses gewisse Ich-kann-nicht-mehr-aufhören-zu-lesen-Gefühl zu geben, das jeden Roman von ihr doch zu einem Highlight macht.

Bemerkenswert ist auch, dass sie so gut wie ohne Schockermomente auskommt, hier trieft es nicht nur so vor Blut wie bei vielen ihrer Kollegen, sie spart sich detaillierte Folterszenen und Tatortbeschreibungen einfach und tauscht sie gegen subtilere Spannung ein. Bei Camilla Läckberg wohnt das Grauen in der vermutlichen Idylle, gleich nebenan.


Die ZelleDie Zelle by Jonas Winner
My rating: 2 of 5 stars

Verstörend. Das fällt mir als Erstes ein, nachdem ich Die Zelle beendet habe. Verwirrend und verstörend, und ich weiß nicht, ob ich das eben Gelesene mag oder nicht. Hat mir das gefallen? Sicher, ich habe es beendet, weil ich wissen wollte, wie es ausgeht, aber hat es mir dabei gefallen?

Zurück zum Anfang. Sam zieht mit seinen Eltern, seinem Bruder Linus und dem Au-Pair-Mädchen Hannah von London nach Berlin in eine alte Villa. Es sind Ferien, er kennt niemanden und so beginnt er, das Grundstück zu erkunden. Er findet einen alten Luftschutzbunker, eine Bowlingbahn mit Elvisplatten und Whiskey – und ein Mädchen in einer Gummizelle. Das Mädchen hat Angst, sie ist noch jung, nicht viel älter als er selbst. Was soll er tun? Er traut sich nicht, sich jemandem anzuvertrauen und am nächsten Tag ist das Mädchen verschwunden.

Für Sam gibt es nur zwei Möglichkeiten. Entweder er hat sich das Mädchen nur eingebildet – oder sein Vater hat sie gefangen gehalten und verschwinden lassen. Wem soll er also mehr misstrauen? Sich selbst und seiner eigenen Wahrnehmung, oder seinem ständig gereizten und angespannten Vater?

Von dieser Stelle an beginnt es, für mich abzudriften. In eine Richtung, die mir nicht mehr gefällt. Sam hat Wahnvorstellungen von einem toten Jungen, er rennt fast vor ein Taxi und bekommt schließlich Psychopharmaka. Liegt es da nicht nahe, dass er sich auch das Mädchen im Bunker nur eingebildet hat? Für mich passte es von da an nicht mehr zusammen, Wahn und Wirklichkeit wechseln sich ab, aber wirklich fesseln kann mich das nicht.

Auch die Charaktere handeln nicht stringent bzw. sind völlig unglaubwürdig. Der Vater ist meistens übellaunig und schlägt sogar den älteren Sohn, nur um dann wieder zu versichern, dass man vor nichts Angst haben müsse, der ältere Bruder will von allem nichts wissen und vögelt nebenbei das Au-Pair (wie auch der Vater, by the way) und die Mutter ist meistens abwesend. Sam ist sich selbst überlassen, kein Wunder, dass der Junge abdreht. Was ist das bitte für eine Familie?

Ist das noch ein Thriller oder nähern wir uns da nicht schon eher dem Horror-Genre? Dazu passt, dass sich Sam in der Vorstellung aufgeht, das Haus sei böse und habe seinen Vater böse gemacht. Also wirklich. Ein Haus als das personifizierte Böse, da denke ich wirklich eher an Horror und Stephen King als an einen spannenden Thriller. (Und die Vorstellung von bösen Haus ist – bei aller Liebe – auch schon reichlich abgedroschen.)

Insgesamt fehlt mir die klare Linie. Als Aufhänger und Idee hat mir die Szene mit dem Mädchen im Bunker gut gefallen, aber danach hielt es leider nicht mehr, was ich mir versprochen hatte, woran auch die Auflösung nichts mehr ändern konnte.


Im Schatten der KöniginIm Schatten der Königin by Tanja Kinkel
My rating: 3 of 5 stars

Historische Romane und ich – das ist so eine Sache. Keine wirkliche Liebesbeziehung, aber ab und an wagen wir es doch, einander näher zu kommen. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Dieses Mal leider mit weniger Erfolg und Vergnügen.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht der Tod von Amy Robsart, die von ihren Dienstboten mit gebrochenem Genick am Fuße der Treppe gefunden wurde. War es ein Unfall, Selbstmord oder wurde sie gar ermordet? Um diese Frage dreht sich von nun an alles – und leider ist der spannendste Teil damit auch schon erzählt.

Tom Blount, ein Freund von Amys Mann Robert Dudley, versucht, hinter das Geheimnis zu kommen; er spricht mit Menschen, die Amy gekannt haben und wundert sich nebenbei, warum Robert nicht mehr an der Aufklärung des Todes seiner Frau interessiert ist. Ob es daran liegt, dass man ihm eine Affäre mit der Königin, Elizabeth I. nachsagt und ihn des Mordes verdächtigt?

Viel an Handlung wird jedenfalls nicht geboten, und der Einblick in das Leben zur Zeit Elizabeths I. ist mir auch zu begrenzt, als dass es mich wirklich interessieren könnte.

Auch wenn Im Schatten der Königin durchaus gut geschrieben ist – am Stil kann ich keineswegs rummäkeln – bleibt ein fader Nachgeschmack von Langeweile zurück – und die Hoffnung, dass beim nächsten (historischen Roman) alles besser wird.

*Wochensterne des Büchermondes * [# Der Jahresrückblick]

Es ist geschafft. 2015 ist (fast und so gut wie) vorbei. Traditionell ist der Jahreswechsel ja die Zeit um nach vorn und zurück zu schauen, um etwas zu beenden und etwas Neues zu beginnen.

Ich hatte mir Ende 2015 vorgenommen, endlich ein paar vor Jahren angefangene Buchreihen zu beenden. Und Das Lied von Eis und Feuer zu lesen. Etwas beenden und etwas Neues beginnen.

Beginnen wir mit dem Beenden.

Ein wenig seltsam ist es schon, wieder in Welten einzusteigen, die man zum Teil schon vor Jahren verlassen hat, und es fällt dabei auch nicht immer leicht, den Wiedereinstieg zu finden. Als ich Dornenkuss in die Hand genommen habe, den dritten Band der Nachtmahr-Reihe von Bettina Belitz, konnte ich mich kaum noch an Band 1 und 2 erinnern. Von der Handlung waren mir nur noch die Eckpunkte bekannt, die Protagonisten waren mir ein wenig fremd geworden, aber das würde schon gehen. Es ging dann auch auch ganz gut, aber richtig warm bin ich dann nicht mehr geworden mit Elisabeth und Colin.  Immerhin gab es hier dann aber einen runden Abschluss. Ein Happy End. Etwas, womit ich leben kann.

Bei der Ashes-Reihe von Ilsa J. Bick war ich mit Band 2 schon nicht mehr wirklich zufrieden – und den habe ich Ende September 2012 beendet. Band 3.1 und 3.2 waren dann eine komplette Enttäuschung. Zu viel Gewalt, Blut und Hirnmasse; zu wenig Story und roter Faden. Um es kurz zu  machen. Nein, es liegt nicht daran, dass ich mich nicht mehr in die Geschichte reindenken konnte – wo nichts ist, kann auch nichts werden – und ich bin auch nicht so kollossal gealtert, dass man sagen könnte, ich sei einfach aus der Nummer rausgewachsen. Es war einfach – sorry – kompletter Bullshit. Und dazu musste ich dann auch ein paar Zeilen verfassen.


Ashes: Ruhelose Seelen (Ashes, #3 part 1 of 2)Ashes: Ruhelose Seelen by Ilsa J. Bick
My rating: 2 of 5 stars

Ich muss zugeben, dass es schon eine ganze Weile her ist, seit ich Band 2 der Ashes-Trilogie (Ja, es ist eine Trilogie, doch für den deutschen Buchmarkt hat man Band 3 in zwei Hälften geteilt, warum auch immer.) gelesen habe. Um genau zu sein, ist es mittlerweile drei Jahre her. In dieser Zeit habe ich vielleicht einige Details vergessen, aber nicht die Tatsache, dass ich von Band 2 schon eher enttäuscht war. Zu viele sinnlose Gewaltszenen reihten sich hier in scheinbar willkürlicher Abfolge aneinander. Da ist die Frage durchaus berechtigt, warum ich jetzt mit der Reihe weitermache. Um sie zu beenden. Nicht mehr und nicht weniger. Ich beende gerne in sich abgeschlossene Buchreihen.

Nachdem mich Band 3.1 am Anfang wieder auf Kurs gebracht hat – und um es vorweg zu nehmen – das war auch der beste Teil des Buches – war ich wieder halbwegs im Geschehen. Großer Knall, Elektrizität weg, fast alle Menschen tot. Nur junge und alte überleben, wobei sich die Jugendlichen in menschenfressende Monster verwandeln und in Gruppen durchs Land marodieren. Einige wenige verwandeln sich nicht und – wie sollte es anders sein – von nun an stehen sich diese beiden Gruppen mehr oder weniger feindlich gegenüber. Bitte berichtigt mich, falls ich hier etwas falsch wiedergebe, es ist wie gesagt drei Jahre her und man selbst wird auch nicht jünger.

Jetzt würde ich zu dem Teil kommen, an dem ich euch ein wenig über die Story erzähle. Was ich aber nicht kann. Denn Band 3.1 setzt nahtlos dort an, wo Band 2 aufgehört hat. Mit endlosen Gewaltszenen, die mehr oder weniger willkürlich aneinander gereiht wurden und bei denen die jeweils erzählende Person auch keine Rolle spielt bzw. in den Hintergrund rückt. In so gut wie jeder Szene gerät diese eh in Lebensgefahr und wird unter mächtigem Blutvergießen wieder gerettet. Oder rettet sich selbst. Den roten Faden sprich die Story habe ich nicht erkannt und das meiste nach dem Lesen auch schon wieder vergessen. Und warum das mit dem Knall/Blitz/Komet/Whatever passiert ist, weiß ich immer noch nicht. Eventuell erfahre ich das ja in Band 3.2. Den werde ich trotz allem lesen, denn ich beende gerne Buchreihen. Einfach so.

Ashes: Pechschwarzer Mond (Ashes, #3 part 2 of 2)Ashes: Pechschwarzer Mond by Ilsa J. Bick
My rating: 2 of 5 stars

Es ist beendet….endlich.

Band 3.1 hatte mich schon mehr als enttäuscht und ratlos zurückgelassen – und davor Band 2. Aber ich wollte die Reihe dann doch beenden. Weil – genau – ich gerne Buchreihen beende. Jetzt könnte man ja auch sagen, Scheiß drauf, lass es halt, wenn dich Band 2 schon so enttäuscht hat. Aber was, wenn Band 3 dann wieder der totale Knaller wird und Band 2 nur so eine kurze Flaute war? Kann man ja vorher nicht wissen. Also, ich beende Buchreihen. Basta.

Auch wenn ich mir das hier hätte sparen können. Es passiert nämlich einfach nichts von dem, was ich mir erhofft hätte. Eine Erklärung für die E-Bomben? Fehlanzeige. Eventuell hat die Autorin auch schon vergessen, dass diese zu Beginn explodiert sind. E-Bombe? Ja, da war doch mal was… Ebenso fehlt dann auch eine Erklärung, warum die Jugendlichen zu Kannibalenzombies mutiert sind. Ist halt so, friss oder stirb. Oder was jetzt passiert, nachdem alle Protagonisten mehr oder weniger noch am Leben sind. Wohin gehen die Überlebenden? Müssen sie noch mal zur Schule, was ist mit Ausbildung, Studium, jobben an der Supermarktkasse? Oder kurz: Wer baut den ganzen Scheiß jetzt wieder auf?

Was mich aber am meisten ärgert, ist, wie unverantwortlich in der gesamten Buchreihe mit Gewalt umgegangen wird. Wir haben hier immer noch eine Altersempfehlung ab 14. Im Ernst?

Für eine Buchreihe in der nicht nur die Protagonisten von einer lebensbedrohenden Situation in die nächste rutschen, dem Tod quasi im Seitentakt von der Schippe springen, sondern sich auch vor Blut nur so triefende Szenen wahllos aneinanderreihen? Aus fast jeder Seite Blut, Körperteile, Hirnmasse, Gedärme, Blut, Blut und nochmal Blut mit dem man eine ganze Blutbank problemlos einige Monate versorgen könnte. Muss ein 14-Jähriger das verkraften können? Ich denke nicht.
Muss ich das ertragen können? Ich denke auch nicht.

Wenn man wahllos Szenen aneinanderreiht, auch wenn man diese auf mehrere Protagonisten verteilt, entsteht dadurch noch keine Story. Wenn Gewaltszene auf Gewaltszene folgt, entsteht keine Spannung. Im Gegenteil, es wird langweilig. Todlangweilig.


Warum ich mir das dann angetan habe, könnte man jetzt fragen. Weil ich gerne Buchreihen beende, die ich einmal angefangen habe. Ich bin Optimist, es könnte ja nochmal besser werden. Eventuell vielleicht.

Thomas Thiemeyers Chroniken der Weltensucher habe ich übrigens auch noch nicht beendet, aber dieses Projekt nehme ich mit ins nächste Jahr. (Ich habe ein gutes Gefühl dabei. Ein sehr gutes.)

Kommen wir zum Beginnen. Sort of.

Ich laufe ja schon seit Jahren um die Reihe Ein Lied aus Eis und Feuer herum, ich habe die englische Originalversion angefangen zu lesen (Aber ich habe irgendwie immer das Gefühl, etwas zu verpassen oder nicht richtig zu verstehen, auch wenn mein Englisch richtig gut ist.) und ich bin ein Riesenfan der Serie. Okay, Fan reicht, ich bin ja keine 14 mehr. Scheiß drauf, ich bin ein Riesenfan. Die ersten drei Bände habe ich schon verschlungen. Fazit: BAMM! (Zu mehr oder zu ausführlicher artikulierter Kritik bin ich noch nicht in der Lage, eventuell im nächsten Jahr.)

Lesebilanz insgesamt: 73 Bücher mit 32864 Seiten. 14 Hörbücher mit 6707 Minuten. Passt. Ich hatte in der zweiten Jahreshälfte etwas mehr Lesezeit.

(Darin enthalten sind ganze 51 Krimis & Thriller, ich habs echt blutig gemocht dieses Jahr. Und spannend. Ich hab die ganze Harry Hole – Reihe von Jo Nesbø gelesen und sehr geweint am Ende. )

Mein Lesehighlight war wohl am ehesten Paul Hardings Verlust. Und Das Seelenhaus von Hannah Kent. Wenn ich denn mein Lesehighlight unbedingt benennen müsste. Im Rückblick war viel Mittelmaß dabei und – wie schon erwähnt – viel Blut.

Krimis kann ich immer lesen, da muss ich mich nicht großartig drauf konzentrieren und meistens sind sie so spannend, dass ich alles um mich herum vergessen kann. Ich habe einige Reihen angefangen, die Kluftinger-Reihe (sehr lustig und trotzdem spannend) und die Byrne & Balzano – Reihe von Richard Montanari (BLUT!!!!) gehören hierbei definitiv zu meinen Favoriten, Dr. Ruth Galloway habe ich nach einer längeren Pause wieder für mich entdeckt (weniger blutig, dafür mit subtiler Spannung und Cleverness). Vermutlich habe ich noch einige Highlights vergessen, aber was solls. Das wars im Großen und Ganzen.

Und jetzt schauen wir mal, was 2016 so bringt. Lesetechnisch. Und insgesamt so.

Ich hab noch ne kleine Galerie angehängt. Das hab ich auch beendet.

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*Wochensterne des Büchermondes* [#22 bis #25]

Lange gab es keinen Wochenrückblick mehr – und dieser hier wird auch eher ein Monatsrückblick. Wobei es eigentlich nicht viel zu erzählen gibt. Der letzte Monat stand ganz im Zeichen der praktischen Gesellenprüfung. Erst Simualtion und dann die eigentliche Prüfung – und jetzt Warten. Ich hasse Warten. Es gibt nichts zu tun, nicht mehr zu ändern. Bis Dienstag noch, dann werde ich hoffentlich erlöst.

Außerdem ändere ich mal wieder was auf meinem Blog, es juckt mir richtig in den Fingern, hier mehr Profil reinzubringen. Dabei ist es gar nicht so leicht, seinen eigenen Stil zu finden ohne den anderer zu kopieren – oder das Gefühl zu haben, dass man das tut. Ich habe meine Leselandkarte gelöscht, weil sie mir nicht mehr gefiel – ich bin da recht schmerzfrei. Wenn es nicht mehr passt, muss es weg.

In meinem Regal steht seit Jahren das kleine feine Büchlein Mach dieses Buch fertig – und es ist noch ganz jungfräulich. Da werde ich mich demnächst mal ranwagen und eine eigene Kategorie zu eröffnen.

Ansonsten bin ich noch recht unentschlossen und für Vorschläge aller Art offen.


Gelesene Bücher:

21.121.221.3

 

 

 

 

 

Ich habe endlich die Zeit gefunden, die wunderbare Kluftinger-Reihe beenden zu können. Teil 7 Herzblut war schon ziemlich spannend und zum ersten Mal auch ein wenig eklig – Kluftinger ist ja sonst eher humorvoll, aber hier wurde es richtig blutig. Noch besser hat mir jedoch Teil 8 Grimmbart gefallen. Für mich ist das definitiv der beste Teil der Reihe, man merkt das Klufti eine ausgewachsene Persönlichkeit geworden ist, seine Ecken und Kanten kommen nun vollständig zur Geltung. Und hier kommt auch der Humor nicht zu kurz, ich habe oft Tränen gelacht. Kaum zu glauben, bei einem Krimi – denn hier fehlt die Spannung zum Glück auch nicht. Einfach eine runde Sache, die sich die beiden Autoren hier ausgedacht haben. Hoffentlich muss ich nicht so lange auf Teil 9 warten.

Gestern habe ich Teil 2 der Pure-Reihe beendet. Direkt danach bin ich auch schon in Teil 3 eingetaucht, so sehr hat mich Julianna Baggotts Trilogie in ihren Bann gezogen. Für mich steht fest, da muss ich dringend einen ganzen Beitrag zu schreiben, darum an dieser Stelle nur ein Riesenwow. Für mehr: Stay tuned 😉

*Wochensterne des Büchermondes* [#20 und #21]

Es gibt Bücher, die hat man schon seit gefühlt ewigen Zeiten im Bücherregal stehen und trotzdem nicht gelesen. Ungelesene Schätze. Warum sie noch ungelesen ist, ist in den meisten Fällen gar nicht zu erklären. Man hat sie gekauft, weil der Klappentext ansprechend war -klar, sonst hätte man das ja nicht getan – aber dann, zu Hause angekommen, hat man das Buch dann zügig ins Regal gestellt. Man hat es eventuell noch ein-, zweimal umgestellt und in einigen Fällen ist es sogar schon einmal mit umgezogen. Trotzdem. Es steht da und ist so ungelesen wie am ersten Tag. Warum erzähle ich das?

Bei mir im Regal stehen auch ein paar dieser Schätze. Sie tun mir leid. Es muss ja auch anstrengend und frustrierend für so ein Buch sein, zwischen seinen ganzen gelesenen Nachbarn zu stehen, die sich immer wieder zuflüstern „Als sie mich gelesen hat, musste sie weinen.“ oder „Bei mir hat sie ganz schön lachen müssen, ich bin nämlich sehr witzig.“ Dann steht es da und denkt sich „Mich hat sie noch gar nicht gelesen, mich mag sie nicht.“ Nach und nach werde ich diese Bücher von ihrem Schicksal befreien.

Das erste Buch, das mir auf meiner Mission in die Finger fiel, war Memento – Die Überlebenden von Julianna Baggott. Was mir bis dato nicht bewusst war, ist, dass es der erste Band einer Trilogie ist. Großartig, da hab ich ja was tolles gekauft, Band zwei und drei stehen nämlich nicht im Regal. Dabei weiß ich noch genau, wo ich das Buch gekauft habe; und mit welchem Buch zusammen. Ich fand es total witzig, zwei Bücher zu kaufen, die so ganz unterschiedlich sind und doch im Namen so ähnlich – ich habe es mit Roger Willlemsens Momentum erstanden – wobei das auch noch ungelesen ist.

Meine Klufti-Challenge habe ich auch nicht geschafft – heute ist Pfingstsonntag und ich bin bei Band 7 Herzblut. Das ist aber gar nicht weiter tragisch, ich lese einfach in meinem Tempo weiter, bis ich fertig bin und vielleicht ist bis dahin auch ein neuer Band erschienen – wer weiß.

Gestern stand hier alles im Zeichen des ESC. Ich bin ja seit vielen Jahren ein großer Fan der Veranstaltung und lasse es mir nie nehmen, die Sendung anzuschauen. Der ESC ist heilig, da darf niemand stören! Nur eine Tüte Chips, eine Flasche Hugo und mein Fernseher – mehr brauche ich gar nicht. Rudelgucken? Ohne mich, ich mag es da lieber gemütlich. Das hier war übrigens mein Favorit:

Schade, dass es für Deutschland keine Punkte gab, dabei war Ann Sophie richtig gut. Und nein, ich verliere mich jetzt nicht in irgendwelchen Verschwörungstheorien, dass für uns niemand anruft, weil uns niemand leiden kann und dass da eh ein Komplott hintersteckt und wir es doch sein lassen sollten mit dem Teilnehmen. Ist mir zu platt, sorry. Alle Unkenrufer setzen sich bitte an den nächsten Teich. Ich freue mich jedenfalls schon auf nächstes Jahr in Stockholm.


Gelesene Bücher:

19.1 20.1

 

 

 

Schutzpatron ist der sechste Band der Kluftinger-Reihe und wenn ich ehrlich bin, ist er ein klein wenig schwächer als seine Vorgänger. Ich kann gar nicht genau an einer Sache festmachen, woran das liegt, aber es fehlt ein wenig die Spannung. Insgesamt ist Band 6 ein wenig behäbiger, auch wenn der Humor hier wie in den anderen Bänden der Reihe nicht zu kurz kommt. Trotzdem war es wieder ein Lesevergnügen, Klufti beim Ermitteln und Aufklären zu  begleiten.

Memento war eine gelungene Überraschung – wobei ich das Wort „Lesevergnügen“ hier nicht verwenden kann. Die Geschichte um Pressia, Bradwell und Partridge ist zu bedrückend, um als Vergnügen bezeichnet zu werden. Pressia und Bradwell leben in einer von Bomben zerstörten Stadt, während Partridge im Kapitol unter einer Glasglocke lebt – und Glasglocke ist hier wörtlich zu nehmen, denn die Hauptstadt ist geschützt und abgeschottet von der Zerstörung und dem Leid rings um sie herum. Wie die drei schließlich zusammenfinden, was für eine Mission sie haben und was es mit Pressias Hand und einem Puppenkopf auf sich hat, das solltet ihr am besten selber lesen. Aber lasst euch gewarnt sein – der Roman ruft Bilder im Kopf hervor, die so leicht nicht mehr verschwinden. Ein Jugendroman ist es defintiv nicht, dazu sind die Bilder und Szenarien zu heftig. Ich werde die drei trotzdem weiter begleiten, denn Die Überlenden ist der Auftakt zu einer Trilogie und ich bin gespannt, wie es weiter geht und ob es noch heftiger wird.

*Wochensterne des Büchermondes* [#18 und #19]

Es ist geschafft – zumindestens theoretisch. Gestern war die schriftliche Gesellenprüfung zur Zahntechnikerin und ich habe eigentlich auch ein ganz gutes Gefühl. Das viele Lernen hat sich wirklich ausgezahlt. Jetzt ist es aber vorbei und ich kann nachmittags nach Hause kommen und mir ein Buch schnappen und muss kein schlechtes Gewissen haben. Das Leben kann so schön sein. 🙂

Über der ganzen Lernerei musste ich meinen Blog ein wenig vernachlässigen, aber nächste Woche wird es mindestens eine neue Rezension geben. Hoffentlich. Ich gebe mein Bestes. 😉

Vielleicht schaffe ich es dann auch mal, mehr zu schreiben als „nur“ meinen Wochenrückblick.

Im Moment bin ich wieder/immer noch mit meinem Klufti unterwegs. Band 6 Schutzpatron ist nach den ersten 38% (Ja, ich rechne mal in Prozent, es ist nämlich ein Ebook, und ich lese immer mehr Ebooks, und wieso ich das tue und ob das weh tut, dazu später auch mal mehr) schon wieder sehr spannend, aber auch mit gewohnt lustigen Momenten gesegnet.

So, und jetzt geh ich wieder stricken, zu mehr reicht die Energie nämlich gerade nicht aus. Man wird halt nicht jünger. 😉


Gelesene Bücher:

18.1910

 

 

 

 

 

Rauhnacht ist der 5. Band der Klufti-Reihe (Ihr erinnert euch an die Challenge? Alle Bände von Ostern bis Pfingsten. Sieht irgendwie schlecht aus, aber ich bleibe am Ball) und ein wenig anders als die Bände davor. Klufti ermittelt hier nicht in seinem gewohnten Umfeld, sondern abgeschieden und eingeschneit in einem Hotel in den Bergen. Eigentlich soll er nur mit seiner Frau an einem Krimi-Wochenende teilnehmen, Ermittlung light sozusagen, doch dann liegt plötzlich eine echte Leiche vor ihm. Klüpfel und Kobr hatten hier defintiv Agatha Christies Mord im Orientexpress als Vorbild, und sie schaffen dadurch eine sehr stilvolle Atmosphäre – doch nicht ohne den typischen Klufti-Humor einzubringen. Die Duelle zwischen Klufti und seinem Freundfeind Langhammer sind einfach herrlich.

Sadie Jones Jahre wie diese habe ich schon letzte Woche beendet. Hier gefällt mir besonders die Atmosphäre die Sadie Jones kreiert. Die Londoner Theaterszene in den 70ern muss wahnsinnig spannend und intensiv gewesen sein.

Heute beendet habe ich Du bist das Gegenteil von allem von Carmen Rodrigues, das mich noch ein wenig atemlos und nachdenklich zurücklässt.

Zu den letzten beiden Romanen wird es nächste Woche auch Rezensionen geben und ja, es war schön auch mal wieder Nicht-Krimis zu lesen.

*Wochensterne des Büchermondes* [#16 und #17]

Ein herzliches Willkommen aus der Lernzentrale für angehende Zahntechniker, nehmen Sie sich ein Buch und warten Sie, bis sich jemand um Sie kümmern kann. Der Countdown läuft – noch 13 Tage bis zur schriftlichen Gesellenprüfung und danach kann ich hoffentlich meine Samstage wieder mit Lesen verbringen. Und meine Feierabende. Und sowieso jede freie Minute. Bald.

Ich habe noch nicht mal die Zeit gefunden, was zum Weltbuchtag zu schreiben. Aber das hole ich jetzt nach.

Viele von meinen Bloggerkollegen haben Aktionen gestartet, Bücher verschenkt oder verlost – ich habe selbst auch mal daran teilgenommen und war danach erstaunt, wie viele Mails mich erreicht haben, wie viele „mein“ Buch haben wollten. Wow, habe ich gedacht, das ist ja toll, die lesen jetzt bestimmt auch alle deinen Blog, die verfolgen ab jetzt, was du schreibst, die interessieren sich da wirklich für.

Wie naiv von mir. Es hat sich nichts geändert. Und darum mache ich das nicht mehr mit. Ich habe genug von der allgemeinen Abgreifmentalität. Ich musste erkennen, dass es den ganzen Schreibern nur um das Buch ging, sie wollten ganz einfach nur dieses eine Buch – und es war ja noch nicht mal neu, oder einzigartig, oder besonders – haben. Besser haben als brauchen scheint da das Motto zu sein und da habe ich keine Lust drauf, das geht für mich vollständig am Gedanken hinter diesen Aktionen und am Gedanken des Weltbuchtags vorbei.

Beim Weltbuchtag geht es für mich um die Liebe zu Büchern und zum Lesen – egal ob in Papierform oder digital. Denn manchmal glaube ich, dass Lesen immer unpopulärer wird. Warum lesen, wenn eh jeder Roman bald verfilmt wird? Warum lesen? Warum seine Freizeit mit einem Buch verbringen? Ich kenne so viele Menschen in meinem Umfeld, für die Lesen fast einer Strafe gleich kommt – aber zum Glück kenne ich noch mehr, die genau so empfinden wie ich. Ich werde jetzt keine Antworten auf die Frage nach dem Warum lesen? geben – entweder wisst ihr es selbst oder ihr werdet es nie verstehen. (Vielleicht schreibe ich auch mal einen eigenen Beitrag zum Warum lesen?)

Also, lest einfach. Kauft Bücher oder leiht sie euch aus. Lasst sie euch schenken und verschenkt sie weiter. Aber lest. Und bitte grast nicht einfach die Blogs nach Umsonstbüchernzumeinfachhaben ab. Bücher wollen gelesen werden. Sie wollen wertgeschätzt werden. Ihre Geschichten wollen gelebt und erlebt werden. Sie leben nicht von einer Abgreifmentalität.

Ich will hier auf keinen Fall die Aktionen schlecht machen – dahinter steckt viel Liebe und noch mehr Arbeit, und jeder der sich daran beteiligen möchte, soll das bitte und gerne tun. Aber ich tue es nicht. Punkt. (Für den Fall, dass mir jemand vorhalten sollte, dass ich gewisse Sachen schlecht reden möchte, nein, möchte ich nicht.)


Gelesene Bücher:

Ja, gelesen habe ich auch, wenn auch nur wenig

16.1

 

 

 

 

 

Teil 4 der Kluftinger-Reihe und somit Halbzeit. Bisher der spannendste und auch politischste Teil der Reihe. Ich mag Klufti immer lieber ♥ Vielleicht gründe ich bald einen eigenen Fan-Club, wer weiß? Bis dahin bin ich mit ihm in seinem fünften Abenteuer unterwegs.

*Wochensterne des Büchermondes* [#14 & #15]

Schon wieder zwei Wochen ohne Rückblick – aber zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass ich Urlaub hatte. Ganze eineinhalb Wochen über Ostern. Wie sehr hätte man diese Zeit nutzen können – um zu lesen, um den Balkon frühlingsfertig zu machen, um den beginnenden Frühling zu genießen. Was habe ich stattdessen gemacht? Ich habe gelernt. Jeden Tag. Die schriftliche Gesellenprüfung zur Zahntechnikerin steht am 9. Mai an und ich habe den Ehrgeiz, diese nicht zu verhauen, sondern einigermaßen gut über die Bühne zu bringen  – was mit der praktischen sein wird, nun ja, darüber reden wir mal nicht. Ganz zufrieden bin ich aber trotz der ganzen Lernerei noch nicht, ich bin immer noch nicht mit allen Unterlagen fertig und da fehlt noch so viel….

Morgen ist mein Urlaub dann auch schon wieder vorbei und ich muss zurück in die Anstalt. Aber nicht mehr lange – hoffentlich.

Zum Glück war ja Ostern und ich konnte mir genug Zeit zum Lesen nehmen. Ich habe eine kleine Oster-bis-Pfingsten-Challenge begonnen; ich möchte alle 8 Bände der Kluftinger-Reihe lesen. Heute habe ich Band 3 beendet und ich bin sehr begeistert von der Reihe. Außerdem habe ich es tatsächlich geschafft, zwei Rezensionen zu schreiben – auch wenn beide nur mittelmäßig positiv ausfallen.

Ich bin aber auch anspruchsvoll geworden, muss ich sagen, so schnell lasse ich mich nicht mehr zu hundert Prozent zufrieden stellen, mir fallen mehr Dinge auf, die mich an einem Roman stören, die nicht stimmig sind und mein Leseerlebebnis – wenn zumeist auch nur leicht – trüben.

Nebenbei habe ich auch meine Liebe zu Hörbüchern wiederentdeckt. Beim Lernen kann ich sie wunderbar nebenbei hören und werde auch nicht abgelenkt – wobei ich mir auch keine anspruchsvollen Romane ausgesucht habe. Meine Wahl fiel auf die Liebe geht durch alle Zeiten – Reihe von Kerstin Gier, die Romane hatte ich schon gelesen und Winterkartoffelknödel von Rita Falk. Als Buch war das ein kompletter Reinfall, den ich nach 20 Seiten abgebrochen habe, aber als Hörbuch war es dann doch recht witzig und unterhaltsam. Dem zweiten Teil gebe ich so bestimmt auch noch eine Chance.

Momentan lese ich immer noch Game of Thrones – allerdings hatte ich mich da vertan, ich bin schon am Anfang von Teil 4, aber ich habe das 4 Books Bundle, da hab ich den Übergang wohl verpennt. Zu Ostern habe ich mir auch die 4. Staffel der Serie gegönnt und heute die Episoden 6 und 7 geschaut.

Dazu habe ich gestern  Jahre wie diese von Sadie Jones angefangen und bin – bis jetzt, also was die ersten 100 Seiten betrifft – sehr begeistert. Hoffentlich bleibt das so.


Gelesene Bücher:

814.1 14.214.3

 

 

 

 



Gretchen von Einzlkind – warum auch immer der Autor sich so nennt – gehört zu den kleinen Leseenttäuschungen. Wie ich schon in meiner Rezension geschrieben habe, konnte es mich einfach nicht von Anfang bis Ende packen, dabei fing es so vielversprechend an.

Die drei Kluftinger-Romane haben mich hingegen sehr überzeugt, auch wenn sie eher als leichte Kost einzuordnen sind. Nichts tiefgründiges – aber so what. Sie sind witzig und intelligent geschrieben und spannend dazu – außerdem ist der Klufti ein totaler Sympathieträger mit all seinen Macken und Ecken und Kanten.

Ich habe auch direkt mit Laienspiel angefangen.

*Wochensterne des Büchermondes* [#12 &#13]

Letzte Woche musste ich meinen kleinen Rückblick leider ausfallen lassen – ich war nämlich unterwegs. Erst am Samstag auf der Hochzeit einer lieben Freundin und am Sonntag wurde ich zu einer kleinen Geocaching-Tour entführt. Durch 5 Länder. In Worten: Fünf.

Angefangen haben wir in einem kleinen Eifeldorf an der luxemburgischen Grenze und dann haben wir uns durch Luxemburg, Frankreich, Belgien und die Niederlande gecacht. Also, wir haben kleine Dosen gesucht, teilweise mitten in der Pampa. Um unsere Namen reinzuschreiben. Klingt verrückt? Sind wir auch – und es macht einen riesigen Spaß.

Das Verrückteste war aber der Karnevalsumzug, den wir in einem kleinen französischen Städtchen gesehen haben, drei Wochen nach Aschermittwoch. Da habe ich mich gefühlt, als wäre ich in eine Zeitschleife geraten. Da fährt man als Karnevalsmuffel so völlig unsschuldig durch die Lande, hört noch ein wenig Brings im Auto und dann das. Verkleidete Menschen am Straßenrand, laute Musik, es werden Konfetti und Bonbons geworfen und alle sind unglaublich lustig drauf. Nicht so wie bei uns im Rheinland, aber doch annähernd. Ich bin ja immer noch der Meinung, dass das durch die Musik von Brings heraufbeschworen wurde, das kann einfach kein Zufall sein.

Da ich endlich etwas gefunden habe, mit dem ich Slide Shows so erzeugen kann, dass sie mir auch gefallen, gibt es hier auch einen kleinen Einblick in unsere Tour.

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Lesetechnisch ging es dann auch wieder bergauf – zum Glück! Ganze drei Bücher habe ich beendet und jetzt weiß ich noch nicht so ganz, welches Buch zu meinem Bettbuch werden soll. Da würde ja noch der dritte Teil von Game of Thrones darauf warten, beendet zu werden. Normalerweise lasse ich Bücher ja nicht so lange unbeendet liegen, aber im Moment ist mir so gar nicht nach den Fehden der Starks und Lannisters zumute – obwohl die Serie zu meinen absoluten Lieblingen gehört. Schon merkwürdig manchmal.

Nächste Woche ist Ostern – und da lese ich (hab ich mir in Norwegen abgeguckt) traditionell einen Krimi. Einen Osterkrimi. Da ich dann auch ein wenig Urlaub habe, möchte ich gerne mein Vorhaben in die Tat umsetzten und eine ganze Krimi-Reihe lesen. Die Kluftinger-Reihe springt mir schon seit längerem immer wieder ins Auge. Leider muss ich die Zeit auch zum Lernen nutzen – das Leben kann so ungerecht sein. Mal schauen, wie ich beides unter einen Hut bekomme. Das wird dann Lesen nach Terminplan. Als Belohnung fürs Lernen sozusagen.


Gelesene Bücher:

712.112.2

 

 

 

 

Schon gestern habe ich Love Letters to the Dead von Ava Dellaira beendet, bin aber noch ein wenig zwiegespalten. Einerseits hat mir die Idee hinter dem Roman sehr gefallen – ein Mädchen schreibt Briefe an tote berühmte Persönlichkeiten, in denen sie über ihr Leben schreibt und den Tod ihrer Schwester verarbeitet – aber ich weiß noch nicht, was ich wirklich von der Hauptperson Laurel halten soll. Ist sie eine tief verletzte Seele oder rebelliert sie einfach nur gegen alles und jeden? Aber ich will nicht zu viel verraten, meine Rezension dazu folgt noch.

Außerdem habe ich heute die Twilight-Reihe beendet. Nachdem mich Bella ja in den letzten Bänden extrem genervt und aggressiv gemacht hatte, bin ich nun wieder mit ihr versöhnt. Das Ende von Bis(s) zum Ende der Nacht ist schon ziemlich emotional und rührig. Hach, da kommen mir immer ein paar Tränchen. Bis(s) zum ersten Sonnenstrahl habe ich zum ersten Mal gelesen, hatte es aber schon als Hörbuch gehört, da kommt es für mich definitiv intensiver rüber als beim Lesen, wo es mich stellenweise doch einfach nur kalt gelassen hat. Ich lasse Forks und Bella und Edward und Jacob jetzt hinter mir (auch wenn ich bestimmt noch mal wieder komme) und habe genug Soul Food gelesen. Genug Romantik und Liebesschwüre.

Es wird wieder Zeit für etwas Tiefgründigeres.

*Wochensterne des Büchermondes* [#11]

Eine Woche ohne ein einziges gelesenes Buch. Ein Horror. Dafür durfte ich mich zwei Tage auf der IDS (Internationale Dental-Schau) tummeln. Die Buchmesse in Leipzig wäre mir lieber gewesen, oder auch die LitCologne. Ich muss ja gestehen, dass ich es noch nie zu einer Veranstaltung geschafft habe, obwohl sie ja fast vor meiner Haustür stattfindet. Aber ich entscheide mich immer viel zu kurz vorher und dann sind die interessanten Lesungen schon lange ausverkauft. Nächstes Jahr – aber das sage ich mir auch immer wieder.

Ich habe aber mein langes Wochenende genutzt um ein wenig an meinem Blog zu basteln. Ein neues Design musste mal wieder her, das alte hat mir doch nicht mehr gefallen, obwohl es am Anfang genau mein Ding war. Ich habe stundenlang gesucht und probiert und dieses ist es nun. Also, für die nächsten Monate bestimmmt 😉 Außerdem muss ich mal meine Rezensionsübersicht fertigstellen, es ist kaum zu glauben, wie viel Arbeit das ist. Habe ich wirklich alle diese Rezensionen geschrieben? Vielleicht werde ich heute noch damit fertig, aber ich habe gerade mal die Hälfte geschafft, also sieht das eher schlecht aus.

Ich habe mich auch schweren Herzens dazu entschlossen, das Buch – Bingo wieder zu löschen – eventuell finde ich eine neue Challenge, aber irgendwie habe ich mir das anders vorgestellt. Irgendwie vernetzter – und wenn selbst die Erfinderin des Ganzen so unmotiviert erscheint, an ihrer eigenen Challenge mitzumachen, bleibt bei mir auch der Spaß aus.

Nebenbei bin ich immer noch auf der Suche nach einer Möglichkeit, Fotos auf meinem Blog zu posten, ohne sie direkt hochzuladen. Da muss es doch eine Möglichkeit geben…..Ich bleibe am Ball – und finde dabei hoffentlich auch noch etwas Lesezeit. Ich hätte da auch noch ein Buch zum fertig machen….

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